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GenBa

Generationenbalance - Ausgewogene betriebliche Altersstrukturen als Innovationsressource

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Generationenbalance - Ausgewogene betriebliche Altersstrukturen als Innovationsressource
Projektinformationen
Förderkennzeichen (FKZ): 
01HH11048
Projektlaufzeit: 
Januar 2012 - April 2015
Projektsteckbrief: 
Beteiligte Institutionen
Kontaktinformationen
Ansprechpartner/-in: 
Adresse:
Großer Berlin 14
06108 Halle
de
Telefon: + 49 345 – 96 3 96 11
Faxnummer: 
+ 49 345 – 96 3 96 01
Kurzbeschreibung

Die ostdeutschen Bundesländer befinden sich in einer Phase besonders ausgeprägten demografischen Wandels, der umfangreiche Lerngelegenheiten bietet. In nur fünf Jahren hat sich die Zahl der Schulabgänger nahezu halbiert. Viele Unternehmen stehen vor der Aufgabe, ihre bisherige Rekrutierungspraxis zu überdenken und den „Suchraum“ bei der betrieblichen Nachwuchsgewinnung zu erweitern. Gleichzeitig werden die altersbedingten Abgänge aus Beschäftigung, vor allem die Abgänge bisheriger Leistungsträger, in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Die beschleunigte Generationenablösung bietet den Unternehmen Chancen, ihre Altersstrukturen gezielt zu beeinflussen und überkommene Ungleichgewichte abzubauen.
Der multidisziplinäre Verbund setzt an den markanten demografischen Veränderungen und dem dadurch verursachten Gestaltungsbedarf an. Seine Arbeit beruht auf der Hypothese, dass Generationenbalance – im Sinne ausgewogener betrieblicher Altersstrukturen – ein wichtiger potentieller Erfolgsfaktor zur Erhöhung der Innovationsfähigkeit ist, dessen Nutzbarmachung erhebliche Veränderungen in den Rekrutierungspraktiken wie bei der Gestaltung eines wertschätzenden, kompetenzorientierten und innovationsförderlichen Miteinanders von „Alt“ und „Jung“ im Unternehmen erfordert.
Auf der Grundlage der Analyse von Dimensionen und Formen der Betroffenheit durch den beschleunigten demografischen Wandel in verschiedenen Typen von Betrieben werden gemeinsam mit den Partnern praxistaugliche Instrumente bzw. Konzepte für die Bewältigung ausgewählter demografisch beeinflusster Herausforderungen entwickelt und erprobt. Dazu zählen:
• ein (Selbst-)Analysetool zur Identifizierung konkreter Problemlagen und entsprechender Lösungsansätze,
• ein unternehmensübergreifendes Unterstützungskonzept für junge Führungskräfte im Umgang mit älteren Leistungsträgern,
• ein integratives Lernkonzept in altersgemischten Gruppen zur Ausbildung und Integration von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen aus bisher nicht berücksichtigten Gruppen, darunter Personen mit veränderten Erwerbsbiographien,
• ein modulares Konzept des Kompetenz- und Wissensmanagements für die speziellen Problemlagen von (inhabergeführten) Kleinbetrieben im demografischen Wandel.
Die Konzeptentwicklung und der Ergebnistransfer erfolgen schwerpunktmäßig in zwei Unternehmensnetzwerken in Sachsen-Anhalt und Thüringen.